19.01.2026
Transparente THG-Bilanzierung von Stromemissionen
Mit handelskorrigierten, GUTcert-zertifizierten Stromfaktoren von KlimAktiv
Stromemissionen – eine entscheidende Stellschraube für die Transformation
Der Energiesektor ist ein entscheidender Faktor bei der Transformation hin zu einer klimaverträglichen Wirtschaft und auch Stellschraube für viele Unternehmen. KlimAktiv legt nun mit physisch handelskorrigierten Stromfaktoren die Grundlage, um in den kommenden Jahren auch smarte Energiewirtschaft innerhalb Europas standortbezogen genauer bilanzieren zu können. Die zugrundeliegende Methodik wurde durch GUTcert validiert.
Warum Handelskorrektur?
Die Energiewirtschaft war im Jahr 2024 der Sektor mit den größten absoluten Emissionen in der EU (27,4%, s. Infografik des Europäischen Parlaments). Für eine stabile Versorgung wird ein grenzüberschreitendes Stromnetz genutzt, innerhalb dessen Handel betrieben wird und ausgleichende Stromflüsse für Netzstabilität sorgen. Idealerweise wird so zu jedem gegebenen Zeitpunkt die maximale Menge an Strom aus erneuerbaren Energien genutzt, um den Anteil aus der Verbrennung fossiler Quellen klein zu halten. Was physisch bereits gut funktioniert, war bisher nur bedingt in der THG-Bilanz abbildbar, da hier bislang der Durchschnittswert des deutschen Erzeugungsmixes (gemäß Stromkennzeichnung) für die Ermittlung des Netzstrom-Emissionsfaktors herangezogen wurde. Durch eine Handelskorrektur wird nun nicht mehr nur die Stromerzeugung im Land berücksichtigt, sondern auch die Stromflüsse innerhalb des europäischen Stromnetzes. Innerhalb der grenzüberschreitenden Stromflüsse wird nach Erzeugungsart und Herkunft unterschieden und mit jeweils eigenem Wert im Mix berücksichtigt. So kann z.B. innerhalb der Erneuerbaren Energien zwischen Strom aus Solar-PV, Wasserkraft, Windenergie oder Biomasse unterschieden werden.
KlimAktiv: Detaillierte CO₂-Bilanzierung mit aktuellen GUTcert-zertifizierten Stromfaktoren
KlimAktiv unterstützt Unternehmen dabei, ihre THG-Emissionen systematisch zu erfassen und daraus fundierte Transformationsschritte abzuleiten – gerade auch im Bereich Strom. Der CO₂-Rechner.PRO rechnet mit unseren aktuellen Stromfaktoren und wir erstellen für Sie als Dienstleistung belastbare Corporate Carbon Footprints (CCFs) nach dem Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol) inkl. Ausgabe der Energiemixes - beides Grundlage z.B. für die Klimaberichterstattung nach CSRD ESRS E1.
Um stets den aktuellen Bilanzierungsstandards zu entsprechen, hat KlimAktiv die Methodik kompatibel mit erwartbaren Entwicklungen im GHG Protocol gestaltet. So validierte GUTcert die Nutzung entsprechend den Anforderungen aus der aktuellen GHG Protocol Public Consultation Scope 2 von Oktober 2025. Die Faktoren berücksichtigen somit länderspezifische Energiemixe, grenzüberschreitenden Stromflüsse (Handel und weitere) und den steigenden Anteil erneuerbarer Energien – und liefern dadurch eine robuste Basis für Ihre Klimastrategie, Maßnahmenplanung und Nachhaltigkeitsberichterstattung. Sie sind CSRD-konform, wissenschaftlich fundiert, so dass Ihre Berechnungen sowohl transparent als auch berichtsfähig sind.
Stromemissionen im Corporate Carbon Footprint
Im CCF werden Stromemissionen gemäß GHG Protocol wie folgt bilanziert:
Scope 2 umfasst die THG-Emissionen der Erzeugung von bezogenem Strom (in externen Stromerzeugungsanlagen), der durch Ihr Unternehmen verbraucht wird.
Scope 3, Kategorie 3 bezieht sich auf THG-Emissionen, die der Stromerzeugung vorgelagert sind (Vorkettenemissionen) sowie Übertragungsverluste auf dem Weg zum Endverbraucher des Stroms.
Standortbezogene vs. marktbasierte Emissionsfaktoren
Für eine differenzierte Berechnung der Scope 2 THG-Emissionen gemäß GHG Protocol werden zwei Arten von Stromemissionsfaktoren unterschieden:
Standortbezogener Emissionsfaktor:
Er spiegelt die durchschnittlichen Erzeugungsemissionen des Strommixes wider, der durch das Netz fließt, aus dem Sie den Strom beziehen.
Marktbasierter Emissionsfaktor:
Er spiegelt wider, welchen Strommix Sie vertraglich beziehen (z. B. Ökostrom). Die Ermittlung marktbasierter Emissionsfaktoren erfolgt unter Berücksichtigung von handelbaren Zertifikaten oder sonstigen vertraglichen Vereinbarungen, zum Beispiel:
- Energy Attribute Certificates (EACs) bzw. Herkunftsnachweise (HkNs) wie
- Guarantees of Origin (GOs) – in der EU
- Renewable Energy Certificates (RECs) – u.a. in USA, Canada
- Power Purchase Agreements (PPAs)
Fehlen Ihnen Informationen zum vertraglich bezogenen Strom, sollte der Emissionsfaktor des sogenannten Residualmixes als marktbasierter Emissionsfaktor verwendet werden. Dieser spiegelt die Emissionen des Strommixes wider, der übrigbleibt, wenn jeglicher Strom herausgerechnet wird, der vertraglich von jemand anderem beansprucht werden kann (z. B. EACs, PPAs, oder EEG-Strom).
Ob Sie den standortbezogenen oder den marktbasierten Ansatz nutzen – mit KlimAktiv schaffen Sie Transparenz über Ihre Emissionen und legen den Grundstein für gezielte Transformationsschritte.
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