14.07.2026

Mehr als nur ein Lückenfüller:

Wie wir den Weg von der THG-Bilanz zur Klimastrategie bei einem Maschinenbauunternehmen unterstützt haben

Die Treibhausgasbilanz hatte das Unternehmen bereits erstellt, die Reduktionsziele nach der Science Based Targets Initiative (SBTI) standen fest – nun ging es darum Ideen zu entwickeln, welche Reduktionshebel und Potenziale für Maßnahmen zur Verfügung stehen. Ab diesem Zeitpunkt kam KlimAktiv dazu, um kürzlich ein Unternehmen aus der Maschinenbau-Branche bei der Entwicklung eines Umsetzungsplans zu erarbeiten.

Unser Kunde hat entsprechend SBTI das Ziel, die absoluten Emissionen aus Scope 1 und 2 bis 2032 um etwas mehr als 50 Prozent sowie die Emissionen aus Scope 3 um 30 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2022 zu reduzieren. Die vom Kunden extern erstellte THG-Bilanz zeigt, dass rund 80% der Scope 3 Emissionen durch die Nutzung der verkauften Güter (Scope 3.11) entstehen.

In einem gemeinsamen Klimastrategieworkshop, stellen wir nun die zentrale Frage: Wo entstehen die meisten Emissionen und wo liegen die wirksamsten Reduktionspotenziale?

Entsprechend der Bilanz lag der Schwerpunkt auf Scope 3.11, den Emissionen aus der Nutzung der verkauften Maschinen. Die Analyse zeigte, dass sich die Reduktionspotenziale aus verschiedenen Bausteinen zusammensetzen:

  • Die Verbesserung der Energieeffizienz der verkauften Maschinen: Der Kunde hatte bereits intensiv an Möglichkeiten geforscht, die Effizienz systematisch zu erhöhen und somit den Energieverbrauch zu senken.
  • Die Weiterentwicklung des Produktportfolios: Zusammen mit dem Kunden diskutierten wir, wie sich durch eine Veränderung des Portfolios entsprechende Reduktionspotenziale ergeben können.
  • Die Entwicklungen der Stromerzeugung: Bei einem vollständig elektrischen Produktportfolio stellt sich für das Unternehmen die Frage nach dem Potenzial durch die Transformation der Energieerzeugung und -netze in den Verkaufsländern. Eine grobe Modellierung ermöglichte eine Abschätzung der zukünftigen Emissionen unter Berücksichtigung u.a. des Ausbaus Erneuerbarer Energiequellen.

Auf Basis verschiedener Modellierungen wurden mögliche Entwicklungen und deren Auswirkungen auf die Emissionsziele untersucht. Daraus konnte der Kunde konkrete Handlungspotenziale für die weitere Planung ableiten.

KlimAktiv unterstützt das Unternehmen auch gerne in den nächsten Projektphasen, etwa bei der Bewertung unterschiedlicher Szenarien in Bezug auf die Emissionsreduktion und der weiteren Ausarbeitung der Klimastrategie

So wird aus einer THG-Bilanz Schritt für Schritt eine umsetzbare Klimastrategie mit messbarer Wirkung.

 

© Bild: Angelo Esslinger auf Pixabay

Zurück zur Übersicht